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Kinderporträt
Cuno Amiet. Andre Derain. Otto Dix. Lyonel Feininger. Giovanni Giacometti. Armand Guillaumin. Lotte Laserstein. Max Liebermann. Maximilien Luce. Max Pechstein.
Vernissage: 7. März 2025 17 – 20 Uhr |
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7. - 31. März 2025 |
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Zieblandstraße 19, 80799 München |
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Obwohl der kindliche Körper bereits in den Anfängen der abendländischen Malerei in sakralen Szenen dargestellt wird, insbesondere in der Figur des Jesuskindes, wird er seit der Renaissance, genauer gesagt seit dem Ende des 16. Jahrhunderts, unter Berücksichtigung seiner wahren Natur beobachtet und porträtiert. Mit der Entwicklung des Humanismus und der Entstehung des Bürgertums definiert sich die Porträtkunst als Genre der Malerei, in dem das Kinderporträt von Anfang an einen nicht zu unterschätzenden Platz einnimmt. Es wird als Motiv nicht zuletzt zu einer interessanten Einnahmequelle für die Künstler.
Abgesehen davon waren Kinder, insbesondere wenn sie zum Familien- oder Gemeinschaftskreis gehörten, leicht zugängliche Modelle für das Studium der menschlichen Figur und Haltung. Dies zeigt sich in Porträts dieser Ausstellung. Giovanni Giacometti (1868-1933) stellt seinen jüngsten Sohn Bruno in einem Bleistiftportrait im Profil dar. Der kleine Andreas erscheint in einer Kopfstudie seines Vaters Lyonel Feininger (1871-1956) und der kleine Jan in einer weiteren Kopfstudie seines Vaters Otto Dix (1891-1969), einem wichtigen Vertreter der Neuen Sachlichkeit. In einem in Pastellfarben ausgeführten Porträt ist Marguerite, die Tochter des französischen Künstlers Armand Guillaumin (1841-1927), zu sehen. Die von Max Pechstein (1881-1955) gestaltete Grußkarte zeigt seinen zweiten Sohn Max Konrad als kleinen Putto, der auf das neue Jahr anstößt.
In der Portraitkunst wird die Bleistiftzeichnung in der Regel für vorbereitende Studien für ein Gemälde verwendet und ermöglicht es dem Künstler, sich auf bestimmte Körperteile zu konzentrieren. Die Technik der Bleistift- oder Pastellzeichnung eignet sich besonders gut für Kinderporträts. Durch die schnelle Ausführung werden den kindlichen Modellen lange Sitzzeiten erspart. Das Gesicht und sein Ausdruck sowie die Hände sind häufig Gegenstände solcher Studien, so auch bei den hier gezeigten Skizzen von Maximilien Luce (1858-1941), Otto Dix, Giovanni Giacometti und Lyonel Feininger.
Unter den Kinderporträts des 19. und 20. Jahrhunderts zeichnen sich die Arbeiten von Künstlerinnen dadurch aus, dass sie die für die Kindheit charakteristische Unschuld und Sanftheit wiedergeben. Die impressionistischen Malerinnen Berthe Morisot (1841-1895) und Mary Cassatt (1844-1926) schufen einige der eindrucksvollsten Werke dieses Genres. Die deutsch-schwedische Künstlerin Lotte Laserstein (1898-1993) steht in ihrer Nachfolge. In dem Pastell Kind im gelben Hemd vor gestreiftem Vorhang (undatiert) heben die subtilen Farben und Schatten die weichen Gesichtszüge und den Blick des Jungen hervor. In den Studien Mutter und Kind (undatiert) und Kleiner Junge auf einem Stuhl (1966) gelang es der Künstlerin, den Figuren, trotz des schnellen und skizzenhaften Charakters der Szene, Lebendigkeit und Spontanität zu verleihen.
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